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Potz Blitz dankt allen Schillerstätten für ihre Zuarbeiten!
Auszug: Veröffentlichung im Potz-Blitz-01-2019

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125 Besucher kamen allein zur Museumsnacht ins kleinste der Dresdner Museen: das Schillerhäuschen in Loschwitz. Das war das Verdienst eines noch jungen Vereins, des 2017 gegründeten Schiller & Körner in Dresden e.V., der keine Mühe scheute und die Flaneure mit romantischer Illumination, Schiller-Wein vom Elbhang und der Rezitation von Schillergedichten empfing.
Zwei Jahre (1785-1787) verbrachte Friedrich Schiller in Dresden. Die Einladung seines Freundes und Förderers Christian Gottfried Körner ermöglichte ihm eine sorgenfreie, äußerst schaffensreiche Zeit, in der u.a. das „Lied an die Freude“ und „Don Karlos“ entstanden.
Seit 2005 erinnert daran eine Ausstellung im ehemaligen Weinberghäuschen Körners in Loschwitz. Ehrenamtliche Helfer sorgen von Ostern bis September an den Wochenenden dafür, dass es zugänglich ist. Mit Veranstaltungen und Begegnungen wollen sie darüber hinaus Schiller und die Familie Körner wieder stärker ins Bewusstsein der Kulturstadt Dresden heben. Die nächste dieser Veranstaltungen findet am 24. August um 18 Uhr im Ortsamt Loschwitz statt. Hier stellt Lutz Reike von den Museen der Stadt Dresden unter dem Titel „Ich will Soldat werden …“ Theodor Körner und die Lützower Jäger vor.
Nicht einmal 22 Jahre alt wurde der Sohn der Familie, Theodor Körner (1791-1813). Seine Gedichte, Erzählungen und selbst jene Theaterstücke, die ihm in Wien eine Karriere als Hoftheaterdichter ermöglichen sollten, sind heute fast vergessen. Bekannt dagegen ist sein Entschluss, dem Ruf der Lützower Jäger zum Kampf gegen Napoleon zu folgen.
Wer waren diese Freiwilligen und welches Schicksal erwartete hier den Dichter? Die Antwort sollen Zeitgenossen geben – und auch er selbst: neu vertont erklingen einige seiner Lieder.
Der diesjährige Höhepunkt des Veranstaltungsreigens ist das sogenannte Schillerhaustreffen im September. Erstmals werden 2018 die Mitarbeiter aller deutschen Schillerhäuser bei ihrem alljährlichen Treffen nach Dresden kommen. Der Verein hat dafür ein attraktives Programm vorbereitet mit Führungen, Vorträgen und Lesungen, zu denen auch interessierte Dresdner eingeladen sind.
Am 22. September, 11 Uhr, findet im Lingnerschloss (Bautzner Str. 132) eine wissenschaftliche Konferenz statt. In zwei Vorträgen zu „Schillers Lebenswende. Die Dresdner Jahre 1785-1787“ (Prof. Dr. Walter Schmitz, Dresden) und „Körners Nachmittag. Der Schriftsteller Christian Gottfried Körner“ (Dr. Jürgen Klose, Dresden) werden der Dichter und sein Mäzen vorgestellt. Und am Abend um 20 Uhr können Interessierte im Schloss Maxen (Müglitztal/OT Maxen) Thomas Rosenlöchers Lesung erleben, die unter dem Thema steht: „Nicht er selbst, der Ort, den er durchwandelte, glänzt. Abschied von den Idealen?“ Der Autor, der 2017 eine Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung erhalten hat, liest und kommentiert Schiller und sich selbst.
Gabriele Drews

Quellenangabe: www.schillergarten.de

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Das 9. Schillerhaustreffen fand vom 21. bis 23.9.2018 in Dresden statt. Mit einem stimmungsvollen Empfang durch die Mitglieder des Schiller-Körner Vereins um ihren Vorsitzenden Lukas Mielsch, wobei die Gäste mit Körner- bzw. Schillerwein sowie mit leckeren Schillerlocken (gesponsort von der Bäckerei Wippler), versorgt wurden, teilten sich die u.a. aus Marbach, Leipzig und Jena angereisten Schillerfreunde in zwei Gruppen.

Im Wechsel wurden das kleinste Museum Dresdens- das Schillerhäuschen und die alte Weinpresse auf dem Grundstück des Körnerhauses besichtigt. Durch fachkundige Erläuterungen von Frau Kiok, Herrn Francke (2.Gruppe) und Herrn Ripp wurden die historischen Orte lebendig und voller Eindrücke ging es nun in den SchillerGarten, wo im Herrenzimmer sich die Teilnehmer in gemütlicher Runde vorstellten.

Nach einem gemeinsamen Gruppenbild trugen die Leipziger Schillerfreunde ein kleines lyrisches Schillerprogramm vor.

Am Samstag traf man sich im Lingnerschloss zur Führung wieder, die von Frau Stave in ihrer souveränen Art uns näher gebracht wurde. Nachdem wir das Gebäude bis zum Dach besichtigt und den Blick auf Dresden im schönsten Sonnenschein genossen hatten, begrüßte uns im Vortragsraum Frau Dr. Eschebach, Direktorin der Museen der Stadt Dresden, zu einer kleinen Vortragsreihe, zu der auch viele Dresdner Interessenten erschienen.

Zuerst lauschten wir dem Vortrag von Prof. Dr. Walter Schmitz zu Schillers Dresdner Jahren, welchem die Ausführungen von Dr. Jürgen Klose zum schriftstellerischen Werk Christian Gottfried Körners folgten. Nach dieser geistigen Kost blieb kaum Zeit zur Stärkung mit Speisen, da der Winzer Müller uns bereits mit Trank erwartete. Ein von Plauderei um den Weinanbau an den Elbhängen begleiteter Spaziergang, der nebenbei noch eine leckere Verkostung der angebauten Produkte beinhaltete, führte uns in einen wunderschönen Garten, wo uns bereits ein Chor ohne Namen erwartete. Die Sänger unter der Leitung von Familie Sachs hatten sich ausführlich mit den Vertonungen von Schillers Werk beschäftigt und gaben uns sehr seltene Beispiele davon zu Gehör. Die Komposition von Körner zum berühmten Lied „An die Freude“ stellte da natürlich den Höhepunkt dar.

Am Abend erlebten wir auf Schloss Maxen echten Dresdner Humor. Der Preisträger Andreas Rosenlöcher verzauberte die Anwesenden nicht nur mit seinen eigenen Texten, nein er interpretierte und las aus den Werken von Friedrich Schiller mit einer Begeisterung und Lebendigkeit, so dass noch auf der Rückfahrt im extra gemieteten Bus darüber gesprochen wurde. Einen Bus mit Leuchtschrift „Schillerhaustreffen“ hatte es bislang noch nicht gegeben!

Die Stadtführung am Sonntagmorgen begann mit einem spannenden Exkurs zu Theodor Körner an dessen Denkmal, wo zu seinem heutigen Geburtstag natürlich auch Blumen niedergelegt wurden. Nun zeigten uns die Dresdner Freunde mit großer Hingabe die Schillerorte ihrer Stadt. So auch das den meisten völlig unbekannt gewesene Körnerdenkmal in der Neustadt und ermöglichten einen ungewöhnlichen Blick auf die Darstellungen innerhalb der Umfriedung des Schillerdenkmals am Albertplatz. Zum Schluss war es uns ermöglicht, die von Anton Graff gemalten Porträts von Schiller und seinen Freunden im Kügelgenhaus zu betrachten, wodurch uns die dortige Leiterin Frau Hausding führte. So viele wunderschöne Erlebnisse, die das Mittagessen in den Nachmittag rückten.

Mit den besten Erinnerungen an Dresden fuhren wir wieder nach Hause und werden es allen Schillerfreunden empfehlen, welche diesen herrlichen Ausflug in die Schillerzeit verpassten.

Dietmar Schulze

Quellenangabe: www.schillergarten.de

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