Schillers Werke

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Sein erstes Gedicht schrieb Schiller mit 10 Jahren und mit 13 Jahren sein erstes Theaterstück. Seit diesem Zeitpunkt an schrieb er stetig, ob allein, mit Freunden, erlaubt oder unerlaubt.
Sein erstes großes Werk begann er bereits auf der Karlsschule, und er veröffentlichte es als er 22 Jahre alt war. Es waren „die Räuber”, ein großer Erfolg. Einige Jahre später folgten sein „Fiesco” und „Kabale und Liebe”, die ebenfalls am Theater in Mannheim aufgeführt wurden.
Eines seiner bekanntesten Werke wurde die „Wallenstein- Trilogie“. Dabei wurde der Stoff in 3 verschiedene Stücke aufgeteilt. In „Wallensteins- Lager“, „Piccolomini“ und „Wallensteins-Tod“. Wie auch viele seiner anderen Werke spielt „ Wallenstein“ zwischen 1550 und 1650, in der Zeit der niederländischen Befreiungskriege gegen die Spanier und des Dreißigjährigen Krieges. Auch „ Don Carlos“ und „ Maria Stuart“ spielen in dieser Zeit. Bei „Maria Stuart“ vollzog Schiller die Veränderung vom historischen zum poetischen Drama.
1797 war das Balladenjahr“. Goethe und Schiller schrieben im Wetteifer viele populäre Werke. 0bwohl Goethe zu Anfang verächtlich auf Schillers Person herabschaute, lobte er seine Werke und ihre nur 10 Jahre dauernde Freundschaft wurde in diesem Jahr gefestigt. Im „ Balladenjahr“ entstanden „Der Handschuh“, „der Taucher“ und „Die Bürgschaft“ und viele weitere bekannte Werke. Viele Jahre prägte man den Ausspruch im Zusammenhang über die Freundschaft Goethe/Schiller: “Ich mag Schiller auch, aber gegen Goethe kommt er nicht an” - oder “Schillers Handschuh geht nicht über Goethes Faust”. 1804 erschien „ Wilhelm Tell“, als wohl bestes Werk Schillers, mit dem größten Erfolg. In „Wilhelm Tell“ geht es um den …..Mann Wilhelm Tell, der gefangen genommen wird. Um sich „freizukaufen“ muss mit Pfeil und Bogen einen Apfel vom Kopf seines Sohnes schießen, er schafft dies, allerdings sagt er dann dem Landvogt, dass der zweite Pfeil für ihn bestimmt gewesen sei, wenn er den Apfel nicht getroffen hätte. Sein letztes Werk war der „ Demetrius“, der allerdings unvollendet blieb. Schiller galt lange als der Dramatiker seit seinen „Räubern”, in denen er, wie in all seinen Werken die Gesellschaft kritisierte.. Dabei wollte er viel lieber Lyriker sein, wollte mit seinem Werk „Über die ästhetischen Erziehung des Menschen“ seinen Beitrag zur Herstellung der Ordnung in der Gesellschaft schaffen. Schillers Werke entstanden in einer Zeit weltgeschichtlicher Erschütterung, die das Europa des Absolutismus aufhoben und das Jahrhundert der Demokratie, der individuellen und humanen Freiheit und der Revolution einleiteten.

Sämtliche Werke von Friedrich Schiller sind in zahlreichen Publikationen und verschiedenen Formen herausgegeben worden. Trotz seines viel zu kurzen Lebens hat er uns eine breite Vielfalt hinterlassen:
Schauspiele (dramatische Werke)
Gedichte/Balladen/Lyrik
Prosaische Schriften (Erzählprosa)
Nachlass
Historische Werke/Schriften
Philosophische Schriften
Rezensionen
Übersetzungen/Nachdichtungen.


Sein bestes Schauspiel (m.E.) ist “Wilhelm Tell“(1804) und unter seinen Gedichten ist das „Lied von der Glocke“ das interessanteste.

Von seinen vielen, vielen Gedichten mußte vermutlich jeder von uns während seiner Schulzeit mindestens eines seiner Gedichte auswendig lernen.

Weniger ist uns Schiller mit seinen prosaischen Schriften bekannt,wie:
„Der Geisterseher“ (oder der Armenier) (1786)
„Der Verbrecher aus verlorener Ehre“ (1786)
„Spiel des Schicksals“ (1789)
Vorrede zu dem ersten Teil der merkwürdigsten Rechtsfälle nach Pitaval.

Aus seinem Nachlass sind die von ihm nicht mehr fertiggestellten Werke vorhanden:
„Demetrius“ (daraus der Monolog der Marfa lagen als letzte Zeilen vor seinem Tod auf seinem Schreibtisch)
„Warbeck“ - 1801
„Die Malteser“ - im Entwurf 1799
„Die Kinder des Hauses“ - 1. Plan 1803 und 2. Plan von 1805

Nicht nur als Professor für Geschichte hat Schiller historische Schriften verfasst, sie fanden von ihm auch als Grundlage für seine Schauspiele Verwendung.
Für seine philosophischen Schriften ist der Bekanntheitsgrad gering, obwohl Schiller sich in Jena und Weimar mit den Philosophen befaßte. Seine Antrittsrede 1789 als Prof. für Geschichte an der Uni Jena „Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte“ oder die Schrift „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ seien dazu genannt.

Rezensionen wurden von Schiller verfaßt über:
An den Herausgeber der Propyläen
Bürgers Geschichte
den Gartenkalender auf das Jahr 1795
Egmont
Matthisonsgedichte.

Schillers Übersetzungen aus anderen Sprachen sind uns bekannt u.a. als Werke zur Aufführung für die Bühne:
1803 -„ Der Neffe als Onkel“; Lustspiel in 3 Aufzügen; aus dem Französischen des Picard
1803 - „Der Parasit“ oder „Die Kunst, sein Glück zu machen“; Lustspiel nach dem Französischen des Picard
1789 - „Ipigenie in Aulis“ (Aulis - Stadt, von welcher die griechische Flotte 1184 v. Ch. nach Troja segelte; aus dem Euripides (griech. Dichter)
1789 - „Phönizerinnen des Euripedes“; im Palast des Ödipus zu Theben; antike Tragödie des griechischen Dichters Euripides
1800 - „Macbeth“; Trauerspiel on Shakespeare; Vorstellung auf dem Hoftheater in Weimar
1805 - „Phädra“; Trauerspiel von Racine
1802 - „Turandot“ - Prinzessin von China; Tragikomisches Märchen nach Gozzi

Und nicht zuletzt hat Schiller die Zeitschriften
„Die Horen“ (1795-1797)
„Der Musen-Almanach“ (1796-18
zwei Hefte der „Thalia“ (1784)
„Wirtembergisches Repertorium“ (1782-1783)
als Herausgeber verlegen lassen.

Schillers Dramen und Gedichte haben zahlreiche Komponisten zur Vertonung angeregt – teils im Original und teils in einer bearbeiteten Fassung – :
Die Bürgschaft (Lied von Franz Schubert)
Don Carlos (Oper von Giuseppe Verdi)
Die Jungfrau von Orléans (Oper Giovanna d’Arco von Giuseppe Verdi, Oper von Pjotr Iljitsch Tschaikowski)
Kabale und Liebe (Oper Luisa Miller von Giuseppe Verdi)
Die Räuber (Oper I masnadieri von Giuseppe Verdi, Oper von Giselher Klebe)
Wilhelm Tell (Oper Guillaume Tell von Gioachino Rossini)
Maria Stuart (Oper Maria Stuarda von Gaetano Donizetti)
Wallenstein (Musikalische Tragödie von Jaromír Weinberger)
Die Braut von Messina (Oper von Zdenek Fibich)
Das Lied von der Glocke (Oratorien von Andreas Romberg und Max Bruch)
An die Freude (Ludwig van Beethoven, Schlusssatz seiner 9. Sinfonie)
Nänie (Chorwerke von Johannes Brahms, Hermann Goetz und Carl Orff)
Demetrius: Szene und Monolog der Marfa für Sopran und Orchester von Hermann Reutter

Schillers Leben verfilmt:
1923: Friedrich Schiller – Regie: Curt Goetz
1940: Friedrich Schiller – Der Triumph eines Genies – Regie: Herbert Maisch
2005: Schiller (Fernsehfilm) – Regie: Martin Weinhart
2014: Die geliebten Schwestern – Regie: Dominik Graf

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