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Potz Blitz dankt allen Schillerstätten für ihre Zuarbeiten!
Auszug: Veröffentlichung im Potz-Blitz-01-2019

Für Interessierte der Zeitungsartikel "Mehr als nur eine "Schönheitskur".
Das Schillermuseum Bauerbach bleibt auch nach der Winterpause geschlossen.

Im März beginnen die umfangreichen Sanierungsarbeiten an der Fassade.

(aus Zeitung MTB/FW vom 19. Dez. 2018, von Karla Banz) unter:
https://schillernews.info/art.png

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Nein, historisch korrekt sei der Mantel des Herrn Schiller nicht ganz, waren sich die beiden Damen in Bauerbach einig. Der Schlitz für den Säbel fehle, stellten sie sachkundig fest. Sie müssen es wissen, nähen sie doch in Marbach, Schillers Geburtsort, so manches historische Kostüm für dortige Festlichkeiten neben ihrer Tätigkeit in seinem Geburtshaus.
Sie waren nicht die einzigen aus dem schwäbischen Örtchen, die ins thüringische Bauerbach angereist waren. Neben ihnen waren noch etwa 30 weitere Mitarbeiter aus den verschiedensten Schillerhäusern und -museen Deutschlands der Einladung des Schillervereins Bauerbach gefolgt.

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Eine schöne Tradition, diese Treffen, bereits zum 7. Mal traf sich die Gruppe und hat auf diese Weise schon eine Reihe der deutschen Schillerstätten gemeinsam besucht. Nun also Bauerbach, Schillers Zufluchtsort nach seiner Flucht aus Stuttgart 1782.
Henriette von Wolzogen, die Mutter eines ehemaligen Mitschülers, überließ Schiller vom 7. Dezember 1782 bis zum 24. Juli 1783 drei Räume des Obergeschosses im Rittergut. Zur Tarnung logierte er als Dr. Ritter.
Zum ersten Mal war auch Potz Blitz und damit der SchillerGarten Dresden zu diesem Treffen eingeladen, eine schöne Wertschätzung.
Nach einer Stadtführung in Meiningen traf sich die Gesellschaft im historischen Gasthaus „Zum Braunen Ross“ in Bauerbach, aber nicht, um eine noch immer offene Rechnung Dr. Ritters alias Friedrich Schillers zu begleichen, sondern um sich mit einem thüringischen Mittagessen zu stärken und anschließend das Schillerhaus wenige Meter entfernt zu besuchen.
Das Museum wird wie so viele andere Schillerstätten von der Klassik Stiftung Weimar betreut.
Mit einer kleinen szenischen Lesung von Friedrich Schiller und Henriette von Wolzogen gab es in der Theaterscheune Gelegenheit zum Austausch.
Vom Schillerverein Bauerbach auf das Vortrefflichste bewirtet (die Kuchenauswahl!), entspannen sich Fachsimpeleien, wurden Informationen über Ausstellungen und Bauzustände der Häuser ausgetauscht und natürlich über Friedrich Schiller gesprochen.
Engagiert und leidenschaftlich machte insbesondere die Vorsitzende des erst 2012 wieder neu gegründeten Schillervereins, Rosemarie Fickel, deutlich, wie wichtig es sei, gerade jüngeren Generationen das Vermächtnis Schillers weiterzugeben und Plattformen und Angebote zu schaffen.
Der Verein führt nun sehr aktiv die langjährige Tradition der Schillerpflege fort.
Das nächste Mal werden sich die Schillerhäuser 2017 in Weimar treffen.
Daniella Fischer

Schillermuseum Bauerbach

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Steckbrief:

Das Schillermuseum Bauerbach
Typus:
Dichtergedenkstätte
Träger:
Klassik Stiftung Weimar
Betreuung/Öffnungszeiten:
in Kooperation KSW mit Gemeinde Grabfeld Rentwertshausen und Schillerverein Bauerbach
Schwerpunkte:
Wohn- und Schlafraum Friedrich Schillers, Wohnkultur Ende des 18. Jahrhunderts, seit 2005 Ausstellung über Schillers Flucht
Gegründet:
1934, 1995 vollständig restauriert
Ausstellungsfläche:
100m2
Besucher/Jahr:
ca. 4000
Öffnungszeiten:
1. März bis 31. Oktober 2018
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Eintrittspreise:
Erw. 3,50 €; erm. 2,50 €; Schüler (16-20 Jahre) 1,00 €
(Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei)
Audioguide:
nein
Katalog:
Broschüre "Schiller-Museum Bauerbach" von Viola Geyersbach und Jochen Klaus
Adresse:
Friedrich-Schiller-Straße 1, 98631 Grabfeld OT Bauerbach
Telefon:
036945 / 50301
Internet:
Klassik-Stiftung-Weimar



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Nach der Flucht aus Stuttgart diente Schiller
das Wohnhaus der Wolzogen in Bauerbach als Asyl.
Der unter dem Dr. Ritter reisende Schiller lebte hier
vom 7. 12. 1782 bis zum 24. 07 1783.

Info




Das frühere Gutshaus im kleinen Ort Bauerbach war für 7 Monate von Dezember 1782 bis Juli 1783 Friedrich Schillers Zuhause. Es befand sich seit 1667 im Besitz der Familie von Wolzogen.
Nach seiner Flucht aus Stuttgart gewährte man Schiller zunächst Unterkunft als Hausgast Henriette von Wolzogens, der Mutter zweier Söhne, die wie Friedrich Schiller Kommilitonen an der Karlsschule waren. In dem kleinen thüringischen Dorf fand er Frieden und Unterstützung. Aus Furcht vor möglicher Verfolgung durch den württembergischen Fürsten und aus Rücksichtnahme auf seine Gastgeberin verschwieg er seinen echten Namen und benutzte stattdessen das Pseudonym „Dr. Ritter“.
Am 8. Dezember 1782 schrieb er in einem Brief an seinen engen Freund Andreas Streicher: „Ich bin nicht länger belastet von dringenden Bedürfnissen und keine äußeren Störungen werden meine Dichterträume stören. Frau von Wolzogens Haus ist ein sehr schöner Ort und die Stadt vermisse ich überhaupt nicht. Ich verfüge über jeden Komfort – Essen, Bedienung, Wäsche, Heizung und dergleichen werden vollständig und bereitwillig von der Dorfbevölkerung besorgt. Ich kam hier am Abend an … ich zeigte mein Empfehlungsschreiben und wurde zunächst durch das Haus geführt, wo bereits alles vorbereitet, das Feuer angefacht und die Betten gemacht waren.“
Während ihrer gelegentlichen Besuche in Bauerbach lebte die Familie von Wolzogen gewöhnlich in den beiden vorderen Räumen des Obergeschosses. Heute sind diese im zeitgenössischen Stil eingerichtet. Außerdem hängen hier Bilder von Verwandten und Freunden. In den drei weiteren Räumen lebte der junge Dichter. In seinem Arbeitszimmer mit einem barocken Schreibtisch befinden sich Portraits seiner Freunde und Verwandten, des Verlegers Christian Friedrich Schwan, des Mannheimer Theaterdirektors Wolfgang Heribert von Dalberg, Henriette von Wolzogens und ihrer Tochter Charlotte.
Das kleine Schlafzimmer ist dekoriert mit Bildern von Bauerbach und seiner Umgebung.
Schiller war 23 Jahre alt. Während der Monate seiner ländlichen Einsamkeit arbeitete er an einer neuen Fassung seines Stückes „Die Verschwörung des Fiesko zu Genua“ und vervollständigte das Drama „Luise Millerin“, welches später auf Veranlassung Ifflands in „Kabale und Liebe“ umbenannt wurde.
Die Isolation, die er hier in diesem kleinen Ort, als alle Straßen verschneit und unpassierbar waren, erleben musste, war dem jungen Dichter unvertraut. Kaum zehn Tage nach seiner Ankunft schrieb er in einem Brief an Reinwald, den Meininger Hofbibliothekar, der später Schillers Schwester Christophine heiratete, dass er sich danach sehne, guten Menschen zu begegnen.
Von Zeit zu Zeit kam seine Mäzenin Frau von Wolzogen mit ihrer 16-jährigen Tochter Lotte auf einen kurzen Besuch aus Stuttgart, und der Poet lebte auf.
„Luise Millerin“ war noch nicht beendet, doch Schillers Gedanken wendeten sich bereits „Don Carlos“ zu. Reinwald versorgte den Dichter mit den notwendigen Büchern aus der Meininger Bibliothek .Die Liste dieser Bücher veranschaulicht nicht nur Schillers literarische Bedürfnisse, sondern auch seine poetischen Interessen. Eines der wichtigsten Objekte der Ausstellung ist das Fragment eines Manuskriptes des bürgerlichen Trauerspiels „Luise Millerin“, das er in Bauerbach schrieb. Schillers Arbeitszimmer und sein Schlafraum, ebenso wie der Wohnbereich der Familie von Wolzogen, sind weitestgehend im Originalzustand erhalten. Das Gebäude, das zwischen 1931 und 1934 als Schillergedenkstätte eingerichtet wurde, vermittelt einen lebendigen Eindruck von Schillers Leben und Arbeit in diesem Ort . Das Haus wurde 1995 vollständig wiederhergestellt. Es gehört zu den Museen der Klassik Stiftung Weimar.
Im Juli 1783 verließ Schiller Bauerbach und reiste nach Mannheim. Heribert von Dalberg hatte ihm einen Vertrag als Theaterschriftsteller angeboten.
Die Bevölkerung Bauerbachs pflegt eine lebendige Beziehung zu „ihrem“ Dichter. Seit 1905 existiert die Tradition des Bauerbacher Naturtheaters.

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Schillermuseum Bauerbach Bilder



Quelle: KSW Weimar; Thüringen.info

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(0)36945-50038