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"PotzBlitz"


„Was, der Blitz! Das ist ja die Gustel von Blasewitz“ – so lautet er eigentlich richtig, der Spruch aus Schillers Wallenstein, in dem er die Johanne Justine Segedin, unsere „Gustel von Blasewitz“ verewigt. Der Volksmund machte über die Jahre daraus dann das berühmte „Potz Blitz“, was auch der Namensgeber der Zeitung ist.
POTZ BLITZ
Die Hauszeitung des SchillerGartens zu Dresden-Blasewitz
Regionalzeitung | 20 Seiten | 4x jährlich Seit 2005
Das vom Dresdner SchillerGarten herausgegebene Blatt hat sowohl kulturhistorische als auch regionalgeschichtliche Themen, fokussiert den Namensgeber des Traditions-gasthauses, Friedrich Schiller sowie die Weimarer Klassik und lokale Themen des Restaurants.
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Untrennbar mit Blasewitz ist sie verbunden, die „Gustel“. Keine Legende, denn sie hat es wirklich gegeben. Ob mit all den Ereignissen, Begebenheiten und vor allem ihrer „Beziehung“ zu Friedrich Schiller – das lassen wir dahingestellt. Aber Johanne Justine Segedin, so ihr wirklicher Name, hat wirklich gelebt, von 1763 bis 1856. Als Gastwirtinnen-Tochter der Johanna Dorothea Segedin bediente sie im SchillerGarten zu einer Zeit, als der noch die „Fleischersche Schenke“ hieß und soll dort wohl auf Friedrich Schiller getroffen sein. Der erinnert sich auch viele Jahre später noch an sie, die „Gustel von Blasewitz habe allen viel Spaß gemacht“, wird er zitiert und ein jeder mag sich selbst sein Bild machen, was er darunter verstanden haben könnte. Seine Verewigung im „Wallenstein“ mit dem berühmten Spruch „Was! Der Blitz! Das ist ja die Gustel aus Blasewitz“ ist sein einziges Zeugnis über die junge Frau, die noch während seiner Anwesenheit in Loschwitz 1787 in der Kirche zu Leuben einen Advokaten heiratete.
Dennoch, ihre zeitweilige Berühmtheit ließ den Dresdner Bildhauer Martin Engelke eine Plastik von ihr anfertigen. Es gibt günstigere Plätze als den, den die „Gustel“ innehat, da hoch oben am Rathaus in Blasewitz und fast verdeckt von den großen Baumkronen mittlerweile. Doch jeder Blick hinauf zeigt sie – und den stützenden Sockel, auf dem sie steht. Ein bärtiger Mann trägt die Gustel zwar nicht auf Händen, doch auf seinem Rücken und gibt ihr so über einhundert Jahre schon Halt. Den Gustel-Träger hat es ebenfalls tatsächlich gegeben und wir wissen sogar seinen Namen: Wilhelm Hähle hieß der Mann, der dem Bildhauer Engelke Modell stand. Vom legendären Fotografen James Aurig ist sogar ein Bild dieses Wilhelm Hähle überliefert und man kann erkennen, wie gut der Bildhauer gearbeitet hat, gleicht doch der Gustel-Träger an der Plastik wie aufsHaar dem Original.
Daniella Fischer
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Daniella Fischer • Tel: 0351 / 250 76 70 • potzblitz@2dproject.de Lektorat: Rosemarie Knöfel
Fotos: Dörte Gerlach
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